Spaß


Spaß

* * *

Spaß [ʃpa:s], der; -es, Späße ['ʃpɛ:sə]:
1. ausgelassen-scherzhafte, lustige Äußerung, Handlung o. Ä., die auf Heiterkeit abzielt:
glaub es nicht, es war nur ein Spaß; die Kinder lachten über die Späße des Clowns.
Syn.: Jux (ugs.), Scherz, Ulk.
2. <ohne Plural> Vergnügen, Freude, die man bei einem bestimmten Tun empfindet:
der Spaß an dem Spiel verging ihm schnell; diese Arbeit macht ihr keinen Spaß.
Syn.: Wohlgefallen.

* * *

Spaß 〈m. 1u〉 oV 〈österr.〉 Spass
1. Scherz, Witz
2. Vergnügen, Belustigung
● die Späße des Clowns, des Hanswursts ● er hat seinen \Spaß damit, daran; wir hatten viel \Spaß miteinander; \Spaß machen, treiben; Späße machen; das macht \Spaß!; das Spiel, Theaterstück hat mir viel \Spaß gemacht; sich einen \Spaß daraus machen, die Vorübergehenden mit Papierkugeln zu beschießen; sein: es war ein \Spaß, zu sehen ...; er hat mir, uns den \Spaß verdorben; einen \Spaß verstehen nicht leicht beleidigt sein; keinen \Spaß verstehen leicht beleidigt sein; darin versteht er keinen \Spaß so etwas nimmt er übelalberner, derber, dummer, netter \Spaß; das macht mir großen, viel, keinen \Spaß; schlechter \Spaß Streich, der jmdn. ärgert ● das hab ich doch nur aus \Spaß gesagt, getan; \Spaß beiseite! jetzt wieder ernst gesprochen!; etwas nur im \Spaß sagen; seinen \Spaß mit jmdm. treiben; das geht über den \Spaß! das geht zu weit!; ich sag' das doch nicht zum \Spaß! ich meine es ernst; etwas (nur) zum \Spaß tun [<ital. spasso „Vergnügen“; das zugehörige ital. Verb spassari „sich belustigen“ setzt ein spätlat. expassare voraus <lat. expandere „ausbreiten“]

* * *

Spaß , der; -es, Späße, (österr. auch:) Spass, der; -es, Spässe [älter: Spasso < ital. spasso = Zeitvertreib, Vergnügen, zu: spassare = zerstreuen, unterhalten, über das Vlat. zu lat. expassum, 2. Part. von: expandere = auseinanderspannen, ausbreiten, aus: ex = aus u. pandere = ausspannen, ausbreiten, ausspreizen]:
1. ausgelassen-scherzhafte, lustige Äußerung, Handlung o. Ä., die auf Heiterkeit, Gelächter abzielt; Scherz:
ein gelungener, harmloser, alberner, schlechter S.;
das war doch nur [ein] S.;
dieser S. ging zu weit;
sie macht gern S., Späße;
hier, da hört [für mich] der S. auf (das geht [mir] zu weit);
er hat doch nur S. gemacht (ugs.; hat es nicht [so] ernst gemeint);
keinen S. verstehen (humorlos sein);
er versteht in Geldangelegenheiten keinen S. (ist darin ziemlich genau, wenig großzügig);
etw. aus, im, zum S. sagen (nicht ernst meinen);
R S. muss sein! (kommentierend zu etw., was nur als Scherz gedacht war);
S. beiseite (nach einer Reihe scherzhafter Bemerkungen als [Selbst]aufforderung, nun das zu sagen, was man im Ernst meint);
[ganz] ohne S. ([ganz] im Ernst);
mach keinen S., keine Späße (ugs.; als Ausruf ungläubigen Staunens).
2. <o. Pl.> Freude, Vergnügen, das man an einem bestimmten Tun hat:
jmdm. ist der S. vergangen (jmd. hat die Freude an etw. verloren);
etw. ist ein teurer S. (ein kostspieliges Vergnügen 2);
etw. macht großen, richtigen, viel, keinen S.;
die Arbeit, das Autofahren macht ihm S.;
es macht ihm offenbar S., sie zu ärgern;
[ich wünsche dir für heute Abend] viel S.!;
lass ihm doch seinen S.!;
S. an etw. finden, haben;
jmdm. den S. verderben;
etw. aus, zum S. tun;
R [na,] du machst mir [vielleicht] S.! (iron.; als Ausdruck unangenehmen Überraschtseins, ärgerlichen Erstaunens über jmds. Verhalten);
aus S. an der Freude (scherzh.; zum Spaß, zum Vergnügen);
aus [lauter] S. und Tollerei (ugs.; nur so zum Spaß; aus lauter Übermut).

* * *

Spaß, der; -es, Späße [älter: Spasso < ital. spasso = Zeitvertreib, Vergnügen, zu: spassare = zerstreuen, unterhalten, über das Vlat. zu lat. expassum, 2. Part. von: expandere = auseinander spannen, ausbreiten, aus: ex = aus u. pandere = ausspannen, ausbreiten, ausspreizen]: 1. ausgelassen-scherzhafte, lustige Äußerung, Handlung o. Ä., die auf Heiterkeit, Gelächter abzielt; Scherz: ein gelungener, harmloser, alberner, schlechter S.; das war doch nur [ein] S.; Natürlich fällt es ihm ... auf die Nerven, wenn seine Gesprächspartner nicht unterscheiden können, was Ernst und was S. ist (Dönhoff, Ära 194); das ist kein S. mehr; dieser S. ging zu weit; er macht gern S., Späße; hier, da hört [für mich] der S. auf (das geht [mir] zu weit); er hat doch nur S. gemacht (ugs.; hat es nicht [so] ernst gemeint); keinen S. verstehen (humorlos sein); er versteht in Gelddingen keinen S. (ist darin ziemlich genau, wenig großzügig); etw. aus, im, zum S. sagen (nicht ernst meinen); Selbst Christian ... war gänzlich ungesprächig und zu keinem -e aufgelegt (Th. Mann, Buddenbrooks 414); R S. muss sein!/(scherzh.:) S. muss sein bei der Beerdigung [sonst geht keiner mit] (kommentierend zu etw., was nur als Scherz gedacht war); S. beiseite (nach einer Reihe scherzhafter Bemerkungen als [Selbst]aufforderung, nun das zu sagen, was man im Ernst meint); [ganz] ohne S. ([ganz] im Ernst); mach keinen S., keine Späße (ugs.; als Ausruf ungläubigen Staunens). 2. <o. Pl.> Freude, Vergnügen, das man an einem bestimmten Tun hat: Das war der größte S. des Nachmittags ... wir ... lachten uns halb tot (Küpper, Simplicius 18); jmdm. ist der S. vergangen (jmd. hat die Freude an etw. verloren); ich musste im Hotel liegen, was kein S. ist, mehr als zwei Wochen (Frisch, Homo 242); Wir hatten uns eine Couch und zwei Sessel gekauft, achthundert Mark kostete der S. (ugs.; kostete das; v. d. Grün, Irrlicht 12); etw. ist ein teurer S. (ein kostspieliges Vergnügen 2); etw. macht großen, richtigen, viel, keinen S.; die Arbeit, das Autofahren macht ihm S.; es macht ihm offenbar S., sie zu ärgern; Ich steh' hier so lang, wie 's mir S. macht (ugs.; so lange wie ich will; Schnurre, Ich 99); [ich wünsche dir für heute Abend] viel S.!; lass ihm doch seinen S.!; jmdm. den S. verderben; sie machte sich einen S. daraus, ihn zu ärgern; S. an etw. finden, haben; etw. aus, zum S. tun; Sie nahm mit stillem S. wahr, dass er jetzt einen Ansatz von Schläfenbart hatte, der ihn dem alten Lechner ähnlicher machte (Feuchtwanger, Erfolg 600); R [na,] du machst mir [vielleicht] S.! (iron.; als Ausdruck unangenehmen Überraschtseins, ärgerlichen Erstaunens über jmds. Verhalten); *aus S. an der Freude (scherzh.; zum Spaß, zum Vergnügen: Amateure spielen Golf aus S. an der Freude. Profis spielen Golf, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten; FAZ 29. 8. 98, 30); aus [lauter] S. und Tollerei (ugs.; nur so zum Spaß; aus lauter Übermut).

Universal-Lexikon. 2012.